Aufstiegs-Barrage Hinspiel FC AURORE – SV LYSS 0:2

Hervorragende Ausgangslage für Lyss

Der FC Aurore hat das Barrage-Hinspiel um den 2. Liga-Aufstieg gegen den SV Lyss mit 0:2 verloren. Die Lysser zeigten eine sehr starke zweite Halbzeit und agierten taktisch herausragend. Yally Cordeiro liess sich als Doppeltorschütze feiern.

Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Seeländer Dominatoren der laufenden 3. Liga-Saison, hat sich der SV Lyss auswärts verdient einenVorsprung von zwei Toren erarbeitet. „Eine hervorragende Ausgangslage, weil wir zu Null spielen konnten“, sagt Patrik Schüpbach Doch der Lyss-Trainer relativiert sogleich: „Wir sind erwartungsgemäss auf einen sehr starken Gegner getroffen und gewonnen ist noch überhaupt gar nichts.“ Tatsächlich hatten die Welsch-Bieler auf dem Sportplatz Linde vorab in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. Der FC Aurore stand sehr hoch, setzte seinen Gegner gehörig unter Druck, scheiterte jedoch regelmässig an der gut gestaffelten Lysser Defensive. Es sei laut Schüpbach das Ziel seines Teams gewesen, die Null so lange als möglich zu halten. „Es entwickelte sich ein Nervenspiel. Doch konnten wir unseren taktischen Marschplan grundsätzlich einhalten und das torlose Remis bis zur Pause halten.“

Aurore agierte zu fahrlässig

Dass der FC Aurore in der ersten Halbzeit die Führung nicht bewerkstelligen konnte, lag an der ungewohnten Intensität und Nervosität in der Aufstiegspartie. „Es ist das geschehen, was uns in der gesamten Saison nicht passiert ist. Es ging um zu viel und wir haben unsere Chancen fast schon fahrlässig ausgelassen“, so Aurore-Coach Alain Villard. Doch auch wenn Aurore optisch feldüberlegen agierte, kamen auch die Gäste zu ihren Möglichkeiten: Bakari sah seinen Kopfball nach einer Ecke knapp über den Querbalken streichen, Menetrey und Cordeiro zielten ebenso noch knapp daneben. Die grösste Möglichkeit eröffnete sich Aurore’s Alex Bahlouli in der 58. Minute, als er allein auf Lyss-Goalie Leuenberger ziehen konnte. Der Lysser Keeper hielt jedoch seine Mannschaft im Spiel. In der Zwischenzeit hatte der SV Lyss das Spieldiktat auf seine Seite gezogen und seinen Topskorer Luca Collaviti eingewechselt. Dieser kam in der 62. Minute im Sechzehner an den Ball, legte uneigennützig auf Cordeiro auf und es stand 0:1 für die Gäste.

Eine neue Strategie?

Natürlich reagierte Aurore vehement auf den Rückstand, musste sich aber fortan auf das starke Konterspiel der Lysser einstellen. In der 75. Minute wussten sich die Bieler nur noch unerlaubt zu wehren. Loris Lifart verursachte mit seiner Intervention einen Penalty. Diese Chance liess sich Routinier Yally Cordeiro nicht entgehen und erhöhte souverän auf 2:0. Der SV Lyss präsentierte sich in der Folge als psychisch bessere und abgeklärtete Mannschaft. Die Bemühungen des Gegners wurden im Keim erstickt und der zu Null-Sieg über die Zeit gebracht. Der SV Lyss hat sich damit eine sehr gute Ausgangslage für das Rückspiel vom kommenden Samstag im Grien geschaffen. Der FC Aurore wird sich jedoch kaum so einfach geschlagen geben, obschon Trainer Alain Villard vorerst kein neues Rezept nennen konnte. „Diese Barrage ist noch nicht entschieden. Es scheint jedoch, dass ich mir diese Woche eine neue Strategie zurechtlegen muss, denn gegen diese Lysser gleich mehrere Tore zu erzielen, wird ganz bestimmt nicht einfach.“ dmb